Verbesserung von Lebensqualität und Distress bei KrebspatientInnen und Angehörigen…

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…durch ein standardisiertes psychoonkologisches Unterstützungsprogramm

Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2 führen zu einem sehr stark erhöhten Risiko für Brust- und Eierstockkrebs. Das Wissen um eine solche Veränderung kann zu einer psychischen Belastung für Betroffene und deren Familien werden. Bisher wurden aber nur in wenigen Studien die Bedürfnisse von weiblichen Mutationsträgerinnen nach der Ergebnismitteilung erhoben. Die Gemeinnützige Privatstiftung für Brustgesundheit hat ein Pilotprojekt gefördert, in dem erstmals der klinische Nutzen eines psychosozialen Unterstützungsprogrammes für Betroffene untersucht wurde.

Dieses Pilotprojekt hatte zwei Ziele:

  1. die Entwicklung, Implementierung und Evaluierung eines psychosozialen Unterstützungsprogramms für PatientInnen und deren Familien sowie
  2. die Evaluierung der psychosozialen Effekte der genetischen Testung.

Zuerst wurde eine Bedarfsanalyse durchgeführt und basierend darauf ein psychosoziales Programm entwickelt. Das Programm bestand aus individueller Unterstützung und psychoedukativen Informationsveranstaltungen. Außerdem wurden die Parameter Distress, Depression und Ängstlichkeit nach der Mitteilung des Testergebnisses durch Fragebögen erfasst und Strategien entwickelt, wie betroffene Frauen noch besser in der psychosozialen Verarbeitung ihrer Krebserkrankung unterstützt werden können.